Angststörungen: Differentialdiagnose
Da auch verschiedenste körperliche und psychische Erkrankungen Angst- und Paniksymptome verursachen können, sollte im Rahmen der Differentialdiagnose der Angststörungen auch der entsprechende Ausschluss der folgenden Krankheitsbilder erfolgen:
Psychische Erkrankungen
- Affektive Störungen
- Psychotische Störungen / Schizophrenie
- Suchterkrankungen
- Absetzsymptome nach Gebrauch psychotroper Substanzen
Organische Erkrankungen
- Endokrine Störungen (z.B. Hyper- und Hypothyreose, Hyperparathyreoidismus, Fehldosierung von Schilddrüsenmedikamenten, Cushing-Syndrom, Phäochromozytom, Karzinoid-Syndrom)
- Metabolische Störungen (z.B. Hypoglykämie, Hypokaliämie)
- Kardiale Störungen (z.B. Herzinsuffizienz, kardiale Arrhythmie, Myokardinfarkt, Postkardiotomiesyndrom)
- Pulmonale Störungen (z.B. Lungenembolie, Pneumothorax, Lungenödem, Asthma bronchiale, COPD)
- Zerebrale Störungen (z.B. Vestibuläre Erkrankungen, Encephalomyelitis disseminata, Epilepsie, Demenz, Morbus Parkinson, Morbus Wilson, Chorea Huntington)
- Infektionskrankheiten (z.B. AIDS)
Organmedizinische Zusatzdiagnostik
Beim Neuauftreten einer Angststörung sollten nach Möglichkeit ergänzend folgende organmedizinische Diagnostik durchgeführt werden:
- Laboruntersuchung (Blutbild, Blutzucker, Elektrolyte, Schilddrüsenwerte, Leberwerte)
- EKG
- Ggf. EEG
- Ggf. CCT oder MRT
Weitere Untersuchungen wie z.B. Langzeit- und Belastungs-EKG, Drogenscreening, HIV-Test, Vestibulometrie etc. sind je nach Verdachtsdiagnose sinnvoll bzw. erforderlich.
© Dr. Elze - PsychNet, Prien am Chiemsee / Rosenheim, www.Dr-Elze.de
Fachbücher zum Thema Angststörungen
<< Vorherige Seite - Zum Seitenanfang - Nächste Seite >>
© Dr. Elze - PsychNet, Prien am Chiemsee / Rosenheim, www.Dr-Elze.de
|