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Fibromyalgiesyndrom: Diagnose

Die Diagnose des Fibromyalgiesyndroms erfolgt in zwei Schritten: Einerseits erfolgt die genaue Anamneseerhebung, um zu Beurteilen, ob der Patient die Kriterien für das Vorliegen eines Fibromyalgiesyndroms erfüllt. Am häufigsten werden dazu die Kriterien des American College of Rheumatology (ACR) herangezogen (die hier weiter erläutert werden). Die Beurteilung der so genannten Tenderpoints ist nach den aktuellen diagnostischen Empfehlungen des ACR nicht mehr zwingend erforderlich (vgl. hier und Wolfe 2010).

Fibromyalgiesyndrom: Differentialdiagnose

Parallel erfolgt der Ausschluss von anderen Erkrankungen, die mit chronischen Schmerzen einhergehen können, wie z.B. Polymyalgia rheumatica, rheumatoider Arthritis, Muskelerkrankungen, Hyperkalzämie, Hypothyreose, degenerativen Gelenkerkrankungen oder chronischer Borreliose.

Fibromyalgiesyndrom: Laboruntersuchungen

In der Differentialdiagnose wird dabei neben der Anamnese und der körperlichen Untersuchung die entsprechende Labordiagnostik mit Bestimmung von
   - kleinem Blutbild,
   - Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG),
   - C-reaktivem Protein (CRP),
   - Creatinkonase (CK),
   - Calcium und
   - Thyroidea-stimulierendem Hormon (TSH)
empfohlen. Ob weitergehende Laboruntersuchungen erforderlich sind, muss je nach Beschwerdebild entschieden werden.

Fibromyalgiesyndrom: Bildgebende Diagnostik

Die Durchführung einer bildgebenden Diagnostik mit Röntgenaufnahmen, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) ist, wenn überhaupt, nur zum Ausschluss anderer Erkrankungen erforderlich, da das Fibromyalgiesyndrom selbst in diesen Untersuchungen nicht dargestellt werden kann.

Literatur (Fibromyalgiesyndrom: Diagnose):

Wolfe F, Clauw DJ, Fitzcharles MA, Goldenberg DL et al. (2010). The American College of Rheumatology Preliminary Diagnostic Criteria for Fibromyalgia and Measurement of Symptom Severity. Arthritis Care & Research 62(5): 600-610. Zum Artikel >>

Wolfe F, Smythe HA, Yunus MB, Bennett RM et al. (1990). The American College of Rheumatology 1990 Criteria for the Classification of Fibromyalgia. Arthritis and Rheumatism 33(2): 160-172. Zum Artikel >>

 

Weblinks (Fibromyalgiesyndrom: Diagnose):

AWMF-Leitlinie “Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie des Fibromyalgiesyndroms”
 

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Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 16. Mai 2012

 

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