Gibt es verschiedene Depressionen?
Die Depressionen gehören zur Gruppe der sogenannten affektiven Störungen, zu denen auch die bipolaren Erkrankungen, die Zyklothymie und die Dysthymie gezählt werden. Es gibt verschiedene Kriterien, nach denen man affektiven Störungen bzw. die Depressionen unterscheiden kann:
Einzelne depressive Episode oder wiederkehrende Erkrankung
Man unterscheidet die Depressionen danach, ob sie als einzelne Episode oder als wiederkehrende Erkrankung mit wiederholten depressiven Episoden auftreten. Ungefähr die Hälfte aller Menschen, die erstmals eine depressive Phase entwickelt haben, erleben in den folgenden Monaten oder Jahren eine erneute Krankheitsphase. Die Ärzte sprechen dann von einer so genannten rezidivierenden depressiven Störung.
Unipolare oder bipolare Erkrankung
Die depressiven Erkrankungen werden danach unterschieden, ob es sich um so genannte unipolare Depressionen handelt, also Depressionen, bei denen neben den gesunden Zeiten ausschließlich Phasen mit niedergestimmten, depressiven Symptomen auftreten - oder ob es sich um eine so genannte bipolare Erkrankung handelt, bei der die depressiven Phasen im Wechsel mit manischen oder hypomanen Phasen auftreten.
Schweregrad
Die einzelnen depressiven Episoden werden nach ihrem Schweregrad in leichte, mittelschwere oder schwere depressive Episoden unterteilt. Dies hat unter anderem Konsequenzen für die Therapie, da sich die Wahl der Therapie ebenfalls an dem Schweregrad der Depressionen orientiert. Falls die Erkrankung über lange Jahre mit eher leicht ausgeprägten Symptomen besteht, spricht man auch von einer Dysthymie bzw. einer Zyklothymie.
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