Panikstörung: Angstneurose
Nachdem über lange Jahre der von Sigmund Freud 1895 geprägte Begriff der Angstneurose Anwendung fand, wurde der Begriff der Panikattacke erst 1980 basierend auf den Untersuchungen des US-amerikanischen Psychiaters Klein mit dem Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders DSM-III in die Diagnosesysteme eingeführt.
Klein führte Untersuchungen über die Wirkung von Imipramin bei Panikattacken durch und postulierte aufgrund seiner Untersuchungsergebnisse eine Unterscheidung zwischen den Symptomen einer Phobie und denen einer Panikattacke. Viele für Phobien typischen Symptome, wie Vermeidungsverhalten, erhöhte Grundanspannung, Erwartungsängste etc. seien nach Klein nur sekundäre Folgeerscheinungen der spontanen Panikattacken.
In den Folgejahren wurden die „Angstneurosen“ im ICD-10 sowie im DSM-III-R und DSM-IV in die Panikstörung, also attackenförmig auftretende Ängste ohne spezifische Auslöser, und die generalisierte Angststörung mit andauernden nicht situations- oder objektbezogenen Ängsten differenziert.
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