Posttraumatische Belastungsstörung PTBS / PTSD: Epidemiologie
Häufigkeit
Die Häufigkeit, mit der sich nach einem traumatischen Ereignis eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) / Posttraumatic Stress Disorder (PTSD) entwickelt, ist unter anderem abhängig von der Art des traumatischen Erlebnisses. So leiden bis zu 50% der Vergewaltigungs- und Kriegsopfer unter den Symptomen einer PTSD. Bei den Opfern anderer Gewaltverbrechen entwickelt sich bei ca. 25% der Betroffenen eine posttraumatische Belastungsstörung. Nach Verkehrsunfällen oder schweren Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Krebs kann sich bei ca. 15% der Betroffenen eine PTSD entwickeln. Unbehandelt besteht eine hohe Chronifizierungsneigung.
In der Gesamtbevölkerung besteht eine Wahrscheinlichkeit von ca. 1 bis 9%, im Laufe des Lebens an einer PTSD zu erkranken, wobei Frauen ungefähr doppelt so häufig betroffen sind wie Männer. Es gibt jedoch eine hohe Dunkelziffer, da viele Betroffene trotz ihres langjährigen Leidens aufgrund von Schuld- oder Schamgefühlen keine ärztliche oder therapeutische Hilfe aufsuchen.
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