Spezifische Phobien
Übersicht
Als spezifische Phobien bezeichnet man Ängste, die auf spezifische Auslöser oder Situationen bezogen sind. Beispiele für spezifische Ängste sind die Höhenangst (Akrophobie), Raumangst (Klaustrophobie), Flugangst (Aviophobie) und die diversen Tierphobien wie z.B. die Spinnenangst (Arachnophobie) und die Angst vor Hunden.
Im Gegensatz zur Agoraphobie, bei welcher die Angst vor dem „Allein sein“ in der angstbesetzten Situation im Vordergrund steht, sind die Befürchtungen der Betroffenen bei den spezifischen Phobie vorrangig auf (reale oder angenommene) Bedrohungen durch die Objekte oder die Situationen selbst gekennzeichnet, wie z.B. die Angst vor einem Hundebiss, Flugzeugabsturz etc. Im Gegensatz zu den nicht-pathologischen Ängsten sind die Befürchtungen der Betroffenen und/oder die vermuteten Konsequenzen zumeist überhöht. Durch die extreme Angst kann es zum Auftreten von diversen körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Übelkeit usw. kommen. Diese Symptome können ihrerseits die Angst verstärken und hierdurch in einen Teufelskreis führen, der sich bis hin zu Panikattacken und Todesangst steigern kann.
Häufig erleben die Betroffenen, dass im Verlauf der Erkrankung gar nicht mehr vorrangig das ursprüngliche Objekt bzw. die ursprüngliche Situation angstbesetzt sind, sondern dass sie vielmehr eine Angst vor den Angstsymptomen (wie z.B. die Angst, sich Übergeben zu müssen) und/oder eine Angst vor Kontrollverlust (wie z.B. die Angst, im Flugzeug ohnmächtig zu werden) entwickeln. Dies kann zu einer Ausweitung der Ängste und zum Übergang in eine schwere Angststörung führen.
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