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Wann wirken Antidepressiva?

Es gibt verschiedene Arten von Antidepressiva, die je nach Wirkstoff zum Beispiel bei mittelschweren oder schweren Depressionen, bei Angsterkrankungen, Zwängen oder auch bei Esstörungen zum Einsatz kommen können. Einige Antidepressiva haben auch einen schmerzdistanzierenden Effekt, weshalb sie auch bei chronischen Schmerzen eingesetzt werden.

Den Antidepressiva ist gemeinsam, dass sie ihre antidepressive Wirkung erst mehrere Wochen nach der ersten Einnahme entfalten. Dies ist wichtig zu beachten, denn einige Antidepressiva verursachen insbesondere in den ersten Tagen der Einnahme verschiedene unerwünschte Wirkungen wie z.B. Müdigkeit. Viele Patienten setzen die Medikamente dann (zu) schnell wieder ab, da sie in den ersten Einnahmetagen nur die negativen Effekte verspüren und die Antidepressiva (vermeintlich) nicht wirken.

Einige Antidepressiva haben einen beruhigenden und schlafanstoßenden Effekt. Dieser ist besonders dann gewünscht, wenn die Betroffenen unter innerer Unruhe und Schlafstörungen leiden. Um den Effekt auf die Nacht zu konzentrieren und die Tagesmüdigkeit möglichst gering zu halten, sollten diese Wirkstoffe möglichst abends ca. 1 bis 2 Stunden vor dem zu Bett gehen eingenommen werden. Andere Antidepressiva bewirken eher eine Aktivierung und Antriebssteigerung. Letztere sollten deswegen eher morgens eingenommen werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie mit ihrem Arzt besprechen, wann und wie oft sie ihre Medikamente einnehmen sollten, und was Sie machen sollten, wenn Sie mal eine Tablette vergessen haben.

 

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Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 16. Mai 2012