Psychotherapie
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Was ist der Schmerz-Verspannungs-Kreislauf?

Schmerz, Verspannungen und Befinden stehen bei chronischen Schmerzen in einem besonders engen Zusammenhang. Schmerz wirkt sich auf das Befinden aus und erzeugt Anspannung und Verspannung. Das gleiche gilt aber auch umgekehrt: Unser Befinden wirkt sich auf den erlebten Schmerz aus. Schlechtes Befinden verstärkt den Schmerz. Aber auch Anspannung in der Muskulatur verstärkt den Schmerz. Es kann hierdurch zu einer wechselseitigen Verstärkung von schlechtem Befinden, Anspannung der Muskulatur und Schmerz kommen. Man spricht vom Teufelskreis des Schmerzes:

Schmerz-Verspannung

Auch Stress in Form von hohen, kaum erfüllbaren Leistungsanforderungen, sowie Probleme in der Familie oder andere bedrohliche und belastende Situationen haben Auswirkungen auf das Schmerzerleben. Auf der Befindensebene löst Stress Angst aus, körperlich kommt es zu einer Spannungssteigerung der Muskulatur und langfristig zur Senkung des Endorphinspiegels. Endorphine sind körpereigene Opioide, die das Schmerzerleben dämpfen und die Stimmungslage positiv beeinflussen. Stress bewirkt somit eine Aufschaukelung des Teufelskreises von Schmerz, Muskelanspannung und Befindensstörung.

Schmerztherapie muss deswegen in vielen Bereichen ansetzen und kann sich nicht ausschließlich auf den Schmerz  im engeren Sinne konzentrieren, wenn sie erfolgreich sein will. Stressbewältigung ist ein Ansatzpunkt. Weitere Möglichkeiten, den Teufelskreis zu unterbrechen, sind Entspannungsverfahren, sie wirken der körperlichen Anspannung entgegen. Auch Methoden der Aufmerksamkeits-Umlenkung und der  Gedanken-Umstrukturierung können zur Verbesserung des Befindens beitragen, immer mit dem Ziel, das nicht mehr der Schmerz das Leben der Erkrankten beherrschen soll, sondern das vielmehr die Betroffenen selbst zunehmend in der Lage sein werden, ihrerseits den Schmerz zu beherrschen.

 

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Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 16. Mai 2012