Was ist eine Bipolare Störung?
Die bipolare Störung gehört zur Gruppe der so genannten affektiven Störungen. Dies sind Erkrankungen, die mit einer Veränderung des “Affekts”, also der Stimmungs- und Gefühlslage einhergehen. Die genaue Bezeichnung lautet deswegen auch Bipolare affektive Störung.
Neben der bipolaren Störung gehören auch die unipolare Depression, die Dysthymie und die Zyklothymie zu den affektiven Störungen.
Die affektiven Störungen werden danach unterschieden, ob die Veränderung der Stimmungslage bei den Erkrankten ausschließlich zur depressiven Seite (“zum depressiven Pol”) hin erfolgt (wie z.B. bei der so genannten unipolaren Depression und der Dysthymie), oder ob die Stimmungslage zwischen depressiven Phasen und Phasen mit stark überhöhter Stimmung hin und her wechselt, wie bei der bipolaren affektiven Störung und der Zyklothymie. Der Begriff bipolar (“mit zwei Polen”) beschreibt dabei diesen Wechsel der Stimmung zwischen dem depressiven Pol und dem manischen bzw. hypomanen Pol.
Bei der bipolaren affektiven Störung sind also die Stimmung und die Aktivität der Betroffenen deutlich verändert. Es kommt zu einem Wechsel von Phasen mit gehobener Stimmung, vermehrtem Antrieb und Aktivität (sogenannten hypomanischen oder manischen Phasen) und Phasen mit depressiver Stimmung und Verminderung von Antrieb und Aktivität.
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