Was versteht man unter “Psychopharmaka”?
Falls erforderlich können in der Behandlung seelischer und psychosomatischer Erkrankungen verschiedene Medikamente zum Einsatz kommen, die so genannten Psychopharmaka. Dabei unterscheidet man zwischen den so genannten Antidepressiva, die bei mittelschweren oder schweren Depressionen zum Einsatz kommen können, anspannungslösenden Medikamenten wie z.B. den so genannten Neuroleptika, welche unter anderem bei extrem erhöhter Anspannung oder Erregungszuständen eingesetzt werden können, sowie den “Beruhigungs- und Schlafmitteln”.
Welche Medikamente und gegebenenfalls welche Wirkstoffkombinationen eventuell eingesetzt werden können bzw. sollten, richtet sich nach dem individuellen Beschwerdebild der Betroffenen. Darüber hinaus müssen bei der Auswahl der Wirkstoffe auch mögliche körperliche und seelische Begleiterkrankungen, das Alter der Erkrankten, die geplante Einnahmedauer und die Verfügbarkeit einer psychotherapeutischen Behandlung berücksichtigt werden.
Die Psychopharmaka sollten zumeist nur im Rahmen eines so genannten therapeutischen Gesamtkonzeptes eingesetzt werden, dass neben den Medikamenten auch andere Behandlungsmethoden wie z.B. eine regelmäßige Psychotherapie, Entspannungsverfahren oder falls erforderlich weitere Bausteine wie Sport- und Bewegungstherapien, Gestaltungstherapie usw. einsetzt.
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