Zwangsstörungen: Testpsychologie
In der testpsychologischen Diagnostik der Zwangsstörungen kann, neben der Durchführung von strukturierten Interviews wie z.B. dem Strukturierten klinischen Interview für DSM-IV (SKID-I) und dem Diagnostischen Interview bei psychischen Störungen (DIPS), ergänzend die Durchführung von speziellen störungsspezifischen Testverfahren hilfreich sein.
Für die weiterführende Diagnostik der Zwangsstörung können dabei verschiedene Testinstrumente zum Einsatz kommen, wie z.B das Maudsley Obsessive-Compulsive Inventory (MOCI), das Hamburger Zwangsinventar (HZI und HZI-K), die Yale-Brown Obsessive Compulsive Scale (Y-BOCS) oder der Padua Zwangsfragebogen (Padua-R).
Die Testdiagnostik von Zwangserkrankungen bringt als besonderes Problem mit sich, dass einige Betroffene aufgrund ihrer Erkrankung große Probleme haben, die Testinstrumente zu bearbeiten (z.B. indem sie sich ständig vergewissern müssen, dass sie die Antwortbögen auch „korrekt“ ausgefüllt haben). Hierdurch kann sich die Bearbeitungszeit zum Teil erheblich verlängern.
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